Orientierung beginnt mit Selbstverortung
Erstveröffentlichung: 27. Juli 2025
Bevor wir bei der PlattesGroup über internationale Strukturen sprechen – über Holdingmodelle, Vermögensschutz, Wegzugstrategien oder Standortentscheidungen –, braucht es etwas anderes: Klarheit. Und Klarheit beginnt nicht mit einem Excel-Modell. Nicht mit einem Steuerbescheid. Sondern mit einem offenen Blick auf die eigene Lage – und auf den größeren Rahmen, in dem wir uns alle bewegen.
Wir leben in Zyklen. Persönlich, familiär, wirtschaftlich, geopolitisch. Diese Zyklen verlaufen nicht linear. Sie folgen ihrer eigenen Logik: Phasen des Aufbruchs. Zeiten der Konsolidierung. Momente der Instabilität. Und Wendepunkte, die wir oft erst im Rückblick erkennen. Diesen Dynamiken sind wir alle ausgesetzt – aber wie wir ihnen begegnen, liegt in unserer Hand.
Wir beobachten derzeit zwei Bewegungen, die sich gegenseitig verstärken:
- Eine zunehmende globale Unsicherheit – wirtschaftlich, steuerlich, politisch.
- Und den wachsenden Wunsch nach Eigenverantwortung, Schutz und Gestaltungsspielraum.
Wer über Auswanderung, Vermögensstrukturierung oder eine neue Familienstrategie nachdenkt, muss beides in den Blick nehmen: die übergeordneten Dynamiken und die ganz persönliche Ausgangslage. Genau hier setzt unsere Methodik an. Während viele Berater direkt mit Strukturvorschlägen starten, beginnen wir mit einer Frage:
Was wäre Ihre ideale Struktur – für Ihr Leben, Ihre Familie und Ihr Vermögen –, wenn es keine rechtlichen oder finanziellen Hürden gäbe?
Und erst danach fragen wir: Wo stehen Sie heute? Welche Ressourcen haben Sie? Und welchen Risiken sind Sie ausgesetzt? Diese doppelte Perspektive – Wunschbild und Realität – ist für uns kein Luxus. Sie ist die Voraussetzung für jede tragfähige Lösung. Denn wer seine Risiken nicht kennt, kann sie nicht steuern. Und wer seine Wünsche nicht formuliert, wird stets in fremden Systemen agieren – statt sein eigenes zu gestalten.
Unser Weg sieht so aus:
- Wir analysieren die Rahmenbedingungen – geopolitisch, steuerlich, zivilrechtlich, gesellschaftlich.
- Wir identifizieren Ihre individuelle Lage – ehrlich, ungeschminkt, ganzheitlich.
- Wir zeigen, welche Handlungsoptionen bestehen – und welche Resilenzstrategien zu Ihrer Situation passen.
- Wir beraten nicht abstrakt, sondern geben konkrete Empfehlungen – getragen von unserer Erfahrung, unserer Unabhängigkeit und unserem familiären Selbstverständnis als Kanzlei.
Was uns dabei wichtig ist: Resilienz ist ein großes Wort – aber oft ein leeres. Meine These lautet: Resilienz braucht Prosperität. Nur wer über Ressourcen verfügt – finanziell, familiär, institutionell – kann auf Krisen gelassen reagieren. Resilienz fällt nicht vom Himmel. Sie wächst auf dem Boden wirtschaftlicher Stabilität, rechtlicher Sicherheit und gelebter Verantwortung. Umgekehrt gilt: Wo Prosperität schwindet, wird Resilienz zur Überforderung.
Ohne Wohlstand wird Resilienz zur Ideologie. Mit Wohlstand wird sie zur Gestaltungskraft.
Deshalb ist für international mobile Familien und Unternehmer nicht der Rückzug entscheidend – sondern die Neuausrichtung. Nicht das „Weggehen“, sondern das „Neu-Aufstellen“. Standortentscheidungen sind kein Selbstzweck, sondern Ausdruck von Verantwortung: gegenüber der Familie, dem Vermögen und der Zukunft. Unser Ziel: Strukturen, die nicht nur funktionieren – sondern tragen. Heute. Und morgen.