„Mallorca spricht alle Sprachen – weil Internationalität hier gelebt wird“
James von Enden ist international aufgewachsen. Geboren in Australien, geprägt durch Stationen in Papua-Neuguinea, London, Deutschland, Mexiko, Spanien und Frankreich, war sein Lebensweg von Anfang an global. Früh wurde klar: Ein klassisches Leben in einem Land, mit einer Sprache und einem Markt sollte es nicht werden.
Mallorca war für ihn deshalb kein Zufall, sondern eine bewusste Entscheidung. Ein Ort, der Internationalität, Lebensqualität und wirtschaftliche Stabilität verbindet – und genau das widerspiegelt, was er auch unter nachhaltiger Projektentwicklung versteht.
James von Enden ist Gründer und Managing Partner von Perlentaucher, einem auf Mallorca ansässigen Projektentwickler für hochwertige Immobilien. Mit Perlentaucher identifiziert, entwickelt und realisiert er ausgewählte Immobilienprojekte im Premiumsegment – langfristig ausgerichtet, partnerschaftlich strukturiert und mit klarem Fokus auf Qualität und Wertbeständigkeit.
Im Willi-pedia Podcast spricht James von Enden mit Willi Plattes, CEO der PlattesGroup. Dabei geht es um internationale Lebensmodelle, Immobilienentwicklung im Premiumsegment und um die Frage, warum Mallorca sich in den vergangenen Jahren zunehmend als Safe Haven für Unternehmer, Familien und Vermögen etabliert hat.
Ein Podcast über Herkunft und Haltung, über Weitblick statt Zufall – und darüber, warum echte Werte dort entstehen, wo Entscheidungen bewusst getroffen werden.
Die Folge ist ein Vorgeschmack auf unser Event „Familienvermögen in Krisenzeiten“, das Ende Januar in der Motorworld Mallorca stattfindet. Bei der Veranstaltung ist Perlentaucher als Partner mit an Bord.
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Willi Plattes
Meine sehr verehrten Damen und Herren, heute habe ich einen weiteren Partner hier bei uns im Studio. Ich freue mich sehr, James von Enden begrüßen zu dürfen. Er ist ebenfalls Partner bei unserem Event am 30. und 31. Januar in der Motorworld. Hallo James, schön, dass du da bist.
James von Enden
Dankeschön, Willi. Hallo. Schön, dass ich da sein kann. Danke für die Einladung.
Willi Plattes
Sehr gerne. James, du bist Gründer und Managing Partner der Firma Perlentaucher. Allein dieser Name ist für mich fantastisch. Du tauchst nach Perlen auf der schönsten Insel der Welt. Trifft es das?
James von Enden
Ganz genau. Im Grunde hast du ja schon erklärt, was wir machen. Der Name sagt eigentlich alles. Perlentaucher heißt: Wir suchen auf der schönsten Insel der Welt nach tollen Immobilienprojekten und versuchen, sie dann zu einer Perle zu entwickeln.
Willi Plattes
Ich finde, das ist ein großartiges Bild. Und das, was der Name sagt, erfüllt ihr ja auch. Ihr habt eine lange Performance. Du hast über 40 Projekte entwickelt und aktuell, so mein Stand, liegt ihr bei rund 100 Millionen Euro Bauvolumen in der Entwicklung. Sind diese Zahlen korrekt?
James von Enden
Im Großen und Ganzen ja, mit einer kleinen Korrektur. Wir sind mittlerweile schon 15 Jahre am Markt. Ich habe die Firma 2010 gegründet. 40 plus Projekte definitiv. Und ja, beim Volumen: Under Management sind es über 100 Millionen. Das Verkaufsvolumen liegt eher bei 200 Millionen plus.
Willi Plattes
Okay. Erklär mir bitte einmal „Under Management“. Was verstehst du darunter? Und wann hört eure Leistung bei einem Projekt auf?
James von Enden
Wir haben bei Perlentaucher verschiedene Säulen. Auf der einen Seite sind wir Projektentwickler. Wenn ich von „Under Management“ rede, dann bezieht sich das auf Kapital, das wir selbst aufgenommen haben oder das wir gemeinsam mit Partnern einsetzen, um eigene Projekte zu entwickeln. Das ist die eine Sparte. Das sind nicht die Projekte, bei denen wir für Dritte bauen.
Das machen wir ebenfalls: Ein Kunde kommt zu uns und sagt, er möchte eine Immobilie von Perlentaucher. Das geht auch, ist aber nicht unser Kerngeschäft. Wenn das Projekt interessant ist und es eine gute Chemie gibt, lassen wir uns darauf ein.
Willi Plattes
Chemie heißt natürlich auch finanzielle Möglichkeiten.
James von Enden
Ja, aber ich meine das wirklich ernst: Es ist super wichtig, dass die Person am Tisch passt. Man merkt relativ schnell, ob da eine Bindung entsteht. Ein Bauprojekt läuft über Jahre: Designphase, Genehmigungen, Bauphase, später Mängelbeseitigung, Nachbetreuung. Man arbeitet lange zusammen, oft auch mit der Familie. Und da muss es passen.
Willi Plattes
Damit das alle verstehen: Ich sehe drei Säulen. Erstens Projekte, die ihr als Perlentaucher selbst macht. Zweitens Auftraggeber, die sagen: „Ich möchte bauen, bitte macht das für mich.“ Und drittens Kooperationen, bei denen du selbst mit investierst und andere Partner mit in das Objekt reingehen. Habe ich das richtig verstanden?
James von Enden
Genau. Wir machen Partnerschaften und suchen Investoren, die mit uns Projekte entwickeln. Das sind häufig Kapitalpartner, die eine Rendite suchen. Wir sitzen dabei gemeinsam in der Gesellschaft, haben eine Equity Beteiligung und sind Managing Partner. Wir tragen die Verantwortung dafür, dass das Projekt profitabel ist.
Dann gibt es Projekte, bei denen wir nicht diese Rolle haben, weil ein Investor schon ein Grundstück hat und sagt: „Macht ihr das für mich.“ Dann arbeiten wir projektbezogen und sind am Gewinn beteiligt. Und die dritte Säule sind klassische auftragsbezogene Projekte.
Willi Plattes
Vielen Dank. Jetzt wird es sehr spannend. Ich möchte wissen, wie deine Geschichte aussieht: Wie bist du zur Immobilie gekommen und was hat dich überhaupt auf die Insel geführt? James, erzähl mal: Woher kommt deine Mutter, woher dein Vater, und am Ende kommen wir natürlich auch darauf, woher deine Frau kommt.
James von Enden
Das ist tatsächlich eine lustige Geschichte. Ich bin in Australien geboren, in Sydney. Das war nur deshalb so, weil meine Eltern damals in Papua Neuguinea gelebt haben. Mein Vater war dort im Kaffeegeschäft tätig, und die Krankenhäuser waren zu der Zeit nicht so gut. Also sind wir kurz nach Sydney, ich bin dort zur Welt gekommen, danach ging es wieder zurück nach Papua Neuguinea. Dort habe ich einige Jahre verbracht, dann ging es nach London und erst danach nach Deutschland, nach Bremen.
Willi Plattes
Nicht nach Hamburg, sondern nach Bremen.
James von Enden
Genau. Mein Vater ist Hamburger. Und meine Mutter, wie du angedeutet hast, kommt aus Kenia, aus Nairobi. Insofern sind wir ein ziemlich bunter Haufen, sind aber am Ende in Bremen gelandet. Dort habe ich Abitur gemacht, hatte aber nie hundertprozentig die richtige Verankerung. Ich bin direkt nach dem Abitur losgezogen, war unterwegs in der Welt und habe in Mexiko Spanisch gelernt.
Willi Plattes
Okay.
James von Enden
Das war dann auch ein Grundstein: Von dort bin ich nach Madrid gegangen und habe internationale Betriebswirtschaft studiert. Danach noch einen Master, unter anderem mit Stationen in Oxford, Madrid und Paris. Und von dort bin ich auf Mallorca gelandet.
Warum? Ich wollte die Internationalität beibehalten. Ich wollte nicht zurück nach Deutschland, nach dem Motto: ein Land, eine Sprache. Ich wollte mit Engländern, Spaniern, Deutschen zusammen sein, international leben. Und ich hatte immer einen Bezug zur Insel. Ich war sehr früh das erste Mal hier, mit sechs Jahren. Meine Eltern hatten immer eine kleine Immobilie hier. Und ich fand die Insel und den Flair von Anfang an großartig. Wenn ich am Flughafen angekommen bin und diese Pinienluft eingeatmet habe, wusste ich: Hier bin ich zu Hause. Und dann habe ich nach dem Studium umgesetzt, was ich immer machen wollte: Projektentwicklung im gehobenen Segment. Auch wenn viele gesagt haben: „Bist du verrückt? Geh doch nach London.“
Willi Plattes
Papa Hamburger und dann Bremen. Also im Rheinland kennt man das mit Köln und Düsseldorf. Aber zwischen Hamburg und Bremen gibt es ja auch so eine Art Derby oder Hassliebe. Das hat dein Vater aber hingekriegt.
James von Enden
Irgendwie schon. Aber ich glaube, wenn man einmal Hamburger ist, bleibt man Hamburger. Sein Herz schlägt immer noch für den HSV.
Willi Plattes
Okay. Teilweise schwierig, diese Liebe aufrechtzuerhalten.
James von Enden
Das stimmt. Aber es ist eben eine Hassliebe.
Willi Plattes
So ist es. Und jetzt weiter: Du bist auf die Insel gekommen mit der Absicht, das zu machen, was du heute machst. Aber da liegen ja Jahre dazwischen. Erzähle uns bitte deinen Werdegang. Wie bist du vom Interesse zur Umsetzung gekommen?
James von Enden
Der Start war über Engel und Völkers. 2006 bin ich auf die Insel gekommen und habe dort angefangen. Das war noch der Boom.
Willi Plattes
Und 2008 kam dann die Finanzkrise.
James von Enden
Genau. Ich war eine Zeit lang bei Engel und Völkers, und dann kam der Crash. In der Zeit habe ich gesagt: Jetzt mache ich mich selbstständig. Vielleicht der dümmste Zeitpunkt oder vielleicht auch nicht. Ich hatte in den Jahren zuvor den Markt kennengelernt, die Insel verstanden, war viel unterwegs, habe ein starkes Netzwerk aufgebaut.
Und mir hat geholfen, dass ich Spanisch gesprochen habe. Das war damals nicht normal. Englisch sowieso durch meine Herkunft und mein Studium. Das war mein Vorteil. Und ich habe mir gedacht: In einer Krise suchen Menschen Schnäppchen. Also habe ich mich mit meiner Boutique selbstständig gemacht und in der Krise gezielt nach Opportunitäten gesucht.
Wichtig ist aber: Mallorca war auch in der Krise ein sehr sicherer Standort. Die Preise sind nicht massiv gefallen. Es gab einzelne Fälle, und da habe ich versucht, diese Immobilien zu finden und über mein Netzwerk zu vermitteln. Damals noch gar nicht mit dem Gedanken, selbst zu entwickeln, weil mir dafür Kapital fehlte. Es ging erst einmal darum, Vertrauen aufzubauen und Investoren kennenzulernen.
Willi Plattes
Dem Jungen kann man vertrauen.
James von Enden
Genau. Und am Ende haben die Leute mit mir Geld verdient. Ich hatte damals keinen ausgearbeiteten Businessplan. Viel war Intuition und Leidenschaft. Ich bin kein Architekt, kein Ingenieur. Aber ich bin sehr designaffin, und unsere Marke ist in diese Richtung gewachsen. Und ich habe Partner gefunden, die mich unterstützt haben. Bis heute sind das teilweise dieselben Partner. Wir reden über 15 Jahre.
Willi Plattes
Toll. Winston Churchill hat mal gesagt: Nutze die Chance in einer Krise. Genau das hast du gemacht. Und heute seid ihr bei knapp 40 Mitarbeitern?
James von Enden
Genau, knapp 40 Mitarbeiter.
Willi Plattes
Und was ist übermorgen?
James von Enden
Jetzt würde mein Vater sagen: Erst mal konsolidieren. Wir haben im Moment sehr viel in der Pipeline. Alleine in den ersten sechs Monaten dieses Jahres haben wir mehrere Fertigstellungen. Wir bauen aktuell auch 24 Apartments in Palma, ein sehr cooles Projekt. Da ist viel zu tun. Projektentwicklung ist gestaffelt, über Jahre. Wir haben Projekte in unterschiedlichen Phasen: Rohbau, mittlere Phase, Fertigstellung. Jetzt ist es wichtig, dass wir das sauber auf die Spur bringen und natürlich auch erfolgreich verkaufen.
Willi Plattes
Fantastisch. James ist am 30. und 31. Januar bei uns, bei der Mandelblüte. Und ich möchte das kurz einordnen: Die Partner, die dabei sind, informieren nicht transaktionsbezogen, sondern inhaltsbezogen. Es geht nicht um „kauft das“, sondern um Inhalte. Und deshalb meine Frage: Was empfiehlst du den Menschen? Gibt es eine Immobilienkrise auf Mallorca? Wie beurteilst du den Markt, auch angesichts internationaler Verwerfungen?
James von Enden
Relativ simpel: Mallorca hat sich in den letzten Jahren als Safe Haven herauskristallisiert. Wenn wir politische Unruhe sehen oder Schwierigkeiten in anderen Ländern, dann merken wir mehr Auswanderung und mehr Zuzug nach Mallorca. Das passiert nicht ohne Grund. Die Leute verstehen, dass Mallorca ein sicherer Platz ist, auch zum nachhaltigen Investieren. Die Wertbeständigkeit ist hier sehr hoch.
Dazu kommt die Infrastruktur, die Anbindung in Europa, die Internationalität. Mallorca ist ein Ort für Gleichgesinnte auf sehr hohem Niveau geworden. Ich bin fest überzeugt, dass Mallorca weiter wachsen wird. Internationale Hotelketten, Restaurantkonzepte, neue Zielgruppen: Die Insel rückt stärker in den Fokus anderer Länder. Wir sehen das auch bei Käufern: Schweizer, vereinzelt auch Amerikaner. Es wird internationaler. Und viele Familienvermögen suchen in unsicheren Zeiten genau das: Sicherheit. Das bietet Mallorca.
Willi Plattes
Und wir sehen immer wieder dieselben Faktoren: erstklassige Ausbildung für Kinder, ein gutes Schulsystem, ein sehr gutes Gesundheitssystem. Für bestimmte Disziplinen kommen sogar viele aus dem Ausland zur Behandlung. Das sind weiche Standortfaktoren, die viel ausmachen. Die Erreichbarkeit ist da, und ich sehe das insgesamt sehr positiv.
Willi Plattes
Aber wir müssen auch aufpassen, dass die Schere zwischen Arm und Reich und die Wohnungsnot nicht zu groß werden. Das ist nicht nur Mallorca, das ist mindestens ein europäisches Problem. Da müssen wir gemeinsam daran arbeiten, den sozialen Frieden zu sichern.
James von Enden
Hundert Prozent. Ich glaube, wir können etwas tun, aber auch die Politik trägt Verantwortung. Wenn es subventionierte Bauten gäbe oder mehr Flächen freigegeben würden, müsste das machbar sein. Das ist vielleicht plump gesagt, aber am Ende des Tages ist es nicht unlösbar.
Willi Plattes
Manche Wahrheiten sind plump, aber sie sind oft richtig. Und ich will der aktuellen Politik hier auch ein Lob aussprechen: Es wurden vier neue Baugebiete für Wohnungsbau ausgewiesen. Jetzt hoffen wir, dass daraus auch wirklich etwas entsteht. Es sind große Projekte, da braucht es Kapital, Baukapazitäten und vieles mehr. Aber das Ziel ist klar, und wir werden unseren Teil dazu beitragen.
Letzte Frage, James: Was veranlasst dich, bei unserem Event teilzunehmen? Was willst du den Gästen als Take-away mitgeben?
James von Enden
Im Grunde haben wir es schon angesprochen: Internationalisierung, Familien, die Frage, ob Mallorca ein guter Standort ist. Und ich bin überzeugt: Mallorca ist ein sehr positiver Standort, seit über 20 Jahren, und das wird auch in den nächsten Jahrzehnten so bleiben. Wer über Internationalisierung nachdenkt, über Nachfolge, über langfristige Perspektiven, für den ist Mallorca eine sehr gute Option.
Willi Plattes
James wird am 30. Januar mit vielen spannenden Persönlichkeiten dabei sein. Wir haben über 200 Anmeldungen, das wird sehr interessant. James, ich freue mich. Danke dir. Und meine Damen und Herren, ich danke euch für eure Aufmerksamkeit. Wir hören und sehen uns bald wieder. Dankeschön.
James von Enden
Dankeschön, Willi.
Autorin: Timothea Imionidou / Mitarbeit: ff
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