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Steuerstreit entbrennt in Spanien: Wird Erben auf Mallorca bald teurer?

Die Verhandlungen um den spanischen Staatshaushalt 2021 haben einen Steuerstreit zwischen den Autonomieregionen entfacht

27. November 2020

Die Verhandlungen um den spanischen Staatshaushalt 2021 haben einen Steuerstreit zwischen den Autonomieregionen entfacht. Grund ist ein Abkommen der Zentralregierung mit der katalanischen Partei ERC, das eine „Harmonisierung“ der Steuern zwischen den spanischen Regionen vorsieht.

Nach dem neuen Gesetzentwurf würde die Freiheit der Autonomieregionen, bestimmte Steuerregelungen eigenständig festzulegen, eingeschränkt. Gedacht ist an eine Mindest- und Höchstgrenze. Bislang bietet das spanische Steuergesetz den Regionen eine weitgehende Gestaltungsfreiheit, u.a. bei Grunderwerbs-, Vermögen-, Erbschaft- und Schenkungsteuer

Praktische Konsequenzen

Beispiele: Auf den Balearen gelten sehr günstige Erbschaftsteuersätze für engste Angehörige (1 Prozent bis 700.000 Euro). Andererseits ist die Vermögensteuerbelastung auf den Inseln sehr hoch - bis zu 3,45 Prozent -, während in Madrid aufgrund einer hundertprozentigen Gutschrift gar keine Vermögensteuer bezahlt werden muss.

Ziel der Gesetzesreform sei eine höhere Steuergerechtigkeit zwischen den Regionen, so die Finanzministerin Maria Jesús Montero. Eine Rolle spielt wohl auch, dass allein bei der Vermögensteuer dem Staat in Madrid Schätzungen zufolge jährlich rund eine Milliarde Euro verloren geht.

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