„Ignoriere den Lärm und konzentriere dich auf das, was du kontrollieren kannst“
In dieser Folge des Willi-pedia Podcasts trifft Sabine Christiansen auf einen der prägendsten Finanzmanager Europas: Prof. Dr. Paul Achleitner. Der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Bank, frühere Finanzvorstand der Allianz und langjährige Partner von Goldman Sachs spricht über Leadership in Zeiten globaler Unsicherheit, Europas wirtschaftliche Zukunft sowie die Herausforderungen von KI, Kapitalmärkten und geopolitischen Krisen.
Im Mittelpunkt steht auch sein aktuelles Buch „Accelerate Your Experience“ - deutscher Titel: „Erfahrung beschleunigen!“ -, in dem Achleitner über vier Jahrzehnte Erfahrung aus Wirtschaft, Management und internationalen Finanzmärkten bündelt. Der Finanzmanager wird Ende Mai als Referent beim Wirtschaftsforum NEU DENKEN auf Mallorca gemeinsam mit weiteren internationalen Entscheidern über Europas Zukunft, wirtschaftliche Resilienz und neue Perspektiven diskutieren.
Das Gespräch führt Sabine Christiansen, geschäftsführende Gesellschafterin der TV21 GmbH und Mitinitiatorin des Wirtschaftsforums NEU DENKEN, bei dem sie für die inhaltliche Leitung verantwortlich ist. Seit vielen Jahren bringt sie führende Persönlichkeiten an einen Tisch, um gemeinsam über Lösungen statt über Stillstand zu sprechen.
Die Folge erscheint als Audio Podcast auf Spotify sowie auf allen gängigen Podcast Plattformen.
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Timothea Imionidou
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Willi-pedia Podcasts: Mein Name ist Timothea Imionidou, ich bin Podcast Produzentin der PlattesGroup und heute erwartet Sie ein ganz besonderes Gespräch mit zwei prägenden Persönlichkeiten aus Medien und Wirtschaft.
Zu Gast ist Prof. Dr. Paul Achleitner, einer der bekanntesten Finanzmanager Europas. Er wird Ende Mai als Redner beim Wirtschaftsforum NEU DENKEN auf Mallorca zu Gast sein.
Durch das Gespräch führt Sabine Christiansen. Die Medienunternehmerin, Journalistin und geschäftsführende Gesellschafterin der TV21 GmbH ist die Mitinitiatorin des Wirtschaftsforums NEU DENKEN und verantwortet die inhaltliche Gestaltung des Events.
Und noch ein Hinweis vorab: Diese Folge erscheint diesmal als reiner Audio Podcast.
Sabine Christiansen
Ob als Finanzvorstand bei der Allianz oder als Aufsichtsratschef der Deutschen Bank – Paul Achleitner gehört sicher zu den prägenden Figuren der deutschen Wirtschaft. In seinem neuesten Werk „Experience Accelerated“ bündelt er über 40 Jahre Management und Führungserfahrung. Das Buch zeigt vor allem, wie sich Erfahrung, Leadership und ESG-Prinzipien in einer zunehmend komplexen und fluiden Welt gegenseitig beeinflussen. Wir freuen uns sehr, dass er nicht nur über sein Buch, sondern natürlich auch über viele aktuelle Fragen und Themen Ende Mai bei uns auf der Konferenz NEU DENKEN sein wird – vom 28. bis zum 30. Mai. Ganz herzlich willkommen, Paul Achleitner.
Prof. Dr. Paul Achleitner
Ganz herzlichen Dank, dass ich da sein darf.
Sabine Christiansen
Es gibt nicht nur über das Buch zu sprechen, sondern natürlich auch über viele andere Themen. Gleichzeitig möchte ich sagen: Dieses Buch hat mich wirklich beeindruckt. Besonders die Idee der Legitimität als Fundament unternehmerischen Erfolgs hat mich fasziniert. Unternehmen müssen heute mehr leisten, als nur gute Produkte zu liefern. Sie brauchen Sinn, Verantwortung und gesellschaftliche Akzeptanz. Auf der anderen Seite erwarten wir Bürger das natürlich auch von der Politik. Die deutsche Bundesregierung ist nun seit einem Jahr im Amt. Denken Sie, dass sie diese Bedingungen erfüllt hat?
Prof. Dr. Paul Achleitner
Meine zentrale These ist ja, dass sich die Anforderungen an Führungskräfte nicht nur auf die Wirtschaft, sondern genauso auf die Politik beziehen. Es geht darum, die richtige Balance zwischen Leistung und Legitimität zu finden.
Sabine Christiansen
Und trifft das auf den Kanzler zu? Schließlich verbreitet er in seinen Versprechungen sehr viel. Zwölf Monate sind vergangen, aber viele angekündigte Reformen sieht man bislang noch nicht. Hinter den Kulissen mag viel Arbeit stattfinden, aber sichtbar ist davon wenig. Die notwendigen Veränderungen anzustoßen, scheint in der Politik vielleicht sogar noch schwieriger zu sein als in Unternehmen.
Prof. Dr. Paul Achleitner
Das ist sicher schwieriger. Und man darf es sich nicht zu einfach machen, indem man Erfahrungen aus Unternehmen eins zu eins auf die Politik überträgt. Aber unabhängig von Individuen glaube ich, dass die fehlende Leistung auf politischer Ebene ein wesentlicher Grund dafür ist, warum die Legitimität vieler politischer Akteure leidet. Daraus entstehen Frustration und letztlich auch Protestwähler, weil viele Menschen das Gefühl haben, nicht ausreichend vertreten oder unterstützt zu werden.
Sabine Christiansen
Sie gelten eigentlich als großer Optimist. Aber ich denke an dieses alte Wort „Akrasie“ – das menschliche Phänomen, genau zu wissen, was man tun sollte, aber dennoch nicht entsprechend zu handeln. Dieser Widerspruch zwischen Einsicht und Umsetzung scheint in der deutschen Politik alltäglich geworden zu sein. Sehen Sie Licht am Horizont?
Prof. Dr. Paul Achleitner
Sie haben recht, ich bin Optimist. Karl Popper hat einmal gesagt: „Optimismus ist eine moralische Verpflichtung.“ Daran versuche ich mich zu halten. Umsetzungskraft lernt man im Laufe seines Berufslebens – egal ob in der Wirtschaft oder in der Politik. Manche lernen es schneller, manche langsamer. Das große Problem sind oft Seiteneinsteiger. Gerade in der Politik zeigt sich schnell, wenn jemand noch nie Verantwortung für komplexe Prozesse getragen hat. Nehmen Sie Barack Obama als Beispiel. Er war vorher Senator – brillant, ohne Frage. Viele andere amerikanische Präsidenten waren zuvor Gouverneure eines Bundesstaates und hatten dort gelernt, wie man Dinge umsetzt. Obama war außergewöhnlich stark in der Analyse, aber weniger in der Umsetzung.
Sabine Christiansen
Das ist interessant. Einerseits wünschen wir uns Experten in der Regierung, andererseits ist Erfahrung eben doch entscheidend. Unternehmenskulturen und politische Kulturen sind oft sehr resilient – vor allem, wenn sie in der Vergangenheit erfolgreich waren. Häufig braucht es erst eine Krise, bevor wirklich gehandelt wird. Vielleicht gilt das auch für Europa. Dank Donald Trump taumeln wir von einer Krise in die nächste. Muss man ihm am Ende fast dankbar sein, wenn der Satz stimmt: Europa wächst nur durch Krisen?
Prof. Dr. Paul Achleitner
Eine Beobachtung aus meinem Buch ist die „Illusion zufriedenstellender Minderleistung“. Individuen, Institutionen und sogar ganze Gesellschaften neigen dazu, ihre Leistung als ausreichend anzusehen, solange sie etwas besser ist als im Vorjahr oder besser als die der direkten Vergleichsgruppe. Ob diese Leistung aber tatsächlich dem vorhandenen Potenzial entspricht, wird oft erst sichtbar, wenn ein einschneidendes Ereignis eintritt. Dann merkt man plötzlich, dass chinesische Elektroautos viel besser geworden sind als erwartet. Ein amerikanischer Präsident, der nicht mehr dem gewohnten Bild entspricht und kräftig an bestehenden Strukturen rüttelt, kann durchaus ein solcher Weckruf sein.
Sabine Christiansen
Ihr Buch heißt auf Englisch „Accelerate your Experience". Wenn Sie an einen persönlichen Wendepunkt denken – einen Rückschlag oder eine Krise –, was hat dieser Moment für Sie bedeutet?
Prof. Dr. Paul Achleitner
Ich bin fest davon überzeugt, dass man seine eigene Erfahrung nicht direkt übertragen kann. Erfahrung ist per Definition subjektiv. Aber man kann durch Beobachtungen die Erfahrungen anderer beschleunigen. Genau das ist der Anspruch des Buches. Ich teile darin über 60 Beobachtungen und hoffe, dass sie beim Leser eigene Denkprozesse und Reaktionen auslösen.
Sabine Christiansen
Diese Beobachtungen sind wirklich interessant. Was unterscheidet aus Ihrer Sicht heute eine exzellente Führungspersönlichkeit von erfolgreichen Managern früherer Generationen? Und man muss vermutlich auch unterscheiden zwischen Familienunternehmen, börsennotierten Konzernen und stark KI-geprägten Tech-Unternehmen.
Prof. Dr. Paul Achleitner
Authentizität ist eine wesentliche Qualität. Daraus entsteht persönliche Glaubwürdigkeit – eine der wichtigsten Eigenschaften erfolgreicher Führungspersönlichkeiten. Die Herausforderung heute ist die enorme Transparenz durch soziale Medien. Kleine Inkonsistenzen können schnell zu einem Shitstorm werden. Dadurch entsteht eine Dynamik, die früher in dieser Form nicht existierte.
Sabine Christiansen
Damit sprechen Sie ein zentrales Thema an: Transparenz und Kommunikation in extrem schnellen medialen Zeiten. Gleichzeitig müssen Auseinandersetzungen in Vorständen oder Aufsichtsräten weiterhin möglich sein. Und Führung unterscheidet sich natürlich stark zwischen einem börsennotierten Konzern und einem jungen Tech-Start-up, in dem Mitarbeiter ganz andere Erwartungen an Führung haben.
Prof. Dr. Paul Achleitner
Das stimmt. Es hängt stark davon ab, welche Anspruchsgruppen welchen Einfluss auf das Management haben. In privat geführten Unternehmen oder Private Equity geführten Unternehmen sind die Anforderungen der Eigentümer unmittelbarer umsetzbar als in großen börsennotierten Unternehmen. Und diese Einflussverhältnisse verändern sich ständig. In einem gut laufenden Unternehmen sind Kreditgeber weniger wichtig. In einer Krise hingegen gewinnen sie plötzlich enorme Bedeutung.
Sabine Christiansen
Lassen Sie uns auf die europäische und insbesondere die deutsche Wirtschaft schauen. Sie kränkelt bekanntlich. Vieles ist geopolitisch und geoökonomisch bedingt. Wie stark verändern diese Unsicherheiten heute Unternehmen und Kapitalmärkte? Und bleibt „Made in Germany“ langfristig ein tragfähiges Modell?
Prof. Dr. Paul Achleitner
Ja, aber wir sollten nicht vergessen: Unternehmen mussten sich schon immer an neue technologische Entwicklungen und politische Realitäten anpassen. Was mich letztlich motiviert hat, dieses Buch zu schreiben, war die ständige negative Stimmung. Überall wurde nur geklagt und Pessimismus verbreitet. Dabei stimmt es einfach nicht, dass jede Generation einzigartig schwierige Herausforderungen bewältigen muss. Andere Generationen haben ebenfalls enorme Krisen gemeistert.
Sabine Christiansen
Sie haben viele Krisen erlebt – Finanzkrise, Corona und andere. Glauben Sie trotzdem, dass Europa im globalen Wettbewerb noch ein überzeugendes Zukunftsmodell hat? Oft wirkt der Kontinent defensiv und regulierungsgetrieben.
Prof. Dr. Paul Achleitner
Zum ersten Mal in der Geschichte reist Arbeit dorthin, wo Menschen leben wollen. Früher mussten Menschen dorthin ziehen, wo es Arbeit gab. Heute können viele digital arbeiten. Das macht Lebensqualität zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Und Europa hat eine sehr hohe Lebensqualität. Gleichzeitig nimmt die Soft Power der USA ab. Europa hat also durchaus etwas anzubieten. Wir müssen uns allerdings auf zwei Dinge konzentrieren: Sicherheit – innen wie außen – und Prosperität, also Wachstum. Eine wichtige Lektion aus Krisenzeiten lautet: Ignoriere den Lärm und konzentriere dich auf das, was du kontrollieren kannst.
Sabine Christiansen
Sie haben Regulierung und Sicherheit angesprochen. Internationale Tech-Konzerne werfen Europa oft vor, Weltmeister im Regulieren zu sein, bevor überhaupt etwas erfunden wurde. Gleichzeitig sagen viele, Europa müsse unabhängiger werden – etwa bei Cloud-Technologien oder Dateninfrastruktur. Muss Europa künftig stärker auf sich selbst bauen?
Prof. Dr. Paul Achleitner
Vielleicht ist „eigenständiger“ das bessere Wort. Ich habe viele Jahre in den USA gelebt. Die Amerikaner respektieren Stärke. Sie wollen Partner – keine Abhängigen. Deshalb müssen wir zeigen, dass wir dazu in der Lage sind. Und vielleicht sollte man Donald Trump statt des Friedensnobelpreises eher den Karlspreis verleihen, weil er Europa gezwungen hat, sich stärker auf sich selbst zu besinnen.
Sabine Christiansen
Das betrifft nicht nur den Defence-Bereich, sondern auch Cloud-Technologien, Daten und digitale Infrastruktur. Doch wenn wir uns die Investitionen in amerikanische Tech-Unternehmen ansehen, wirkt Europa weit abgeschlagen. Haben wir trotzdem eine Chance?
Prof. Dr. Paul Achleitner
Das hängt auch damit zusammen, dass Europa keinen echten gemeinsamen Kapitalmarkt hat. Stellen Sie sich vor, wir hätten tatsächlich einen einheitlichen Markt für Kapital und Dienstleistungen. Dann hätten wir einen Wirtschaftsraum mit über 500 Millionen Menschen, hoher Kaufkraft und enormem Wachstumspotenzial. Aber oft machen wir es uns in der Illusion zufriedenstellender Minderleistung zu bequem.
Sabine Christiansen
Sehen Sie denn einen gemeinsamen europäischen Kapitalmarkt am Horizont?
Prof. Dr. Paul Achleitner
Seit 25 Jahren treffe ich Politiker, die sagen: Ja, wir brauchen eine Kapitalmarktunion. Aber passiert ist wenig. Ein Politiker erklärte mir einmal ironisch: „Die Leute mögen kein Kapital, sie mögen den Markt nicht und sie mögen die Union nicht – ansonsten wäre es ein großartiges Projekt.“ Interessanterweise spricht man in Brüssel inzwischen von einer „Investment and Savings Union“. Vielleicht hilft allein schon die neue Begrifflichkeit dabei, das Projekt voranzubringen.
Sabine Christiansen
Doch ohne weniger Bürokratie wird Europa kaum schneller werden. Gerade in Bereichen wie dem Defence-Sektor brauchen wir schnellere Prozesse und gemeinsame europäische Lösungen.
Prof. Dr. Paul Achleitner
Wir bräuchten heute etwas Ähnliches wie damals das berühmte Cassis-de-Dijon-Urteil. Der Europäische Gerichtshof entschied damals sinngemäß: Wenn ein Produkt in Frankreich verkauft werden darf, darf es auch in Deutschland verkauft werden. Das war ein entscheidender Schritt für den europäischen Binnenmarkt. Eine ähnliche Logik brauchen wir heute für Dienstleistungen. Viele sprachliche Barrieren werden durch KI ohnehin verschwinden. Entscheidend ist, dass wir diese natürlichen Hürden nicht durch bürokratische ersetzen.
Sabine Christiansen
Bleiben wir bei KI. Manche sagen, künstliche Intelligenz wird Europa helfen, den Fachkräftemangel auszugleichen. Andere befürchten massive Arbeitsplatzverluste durch KI und Robotik. Wo sehen Sie uns in fünf Jahren?
Prof. Dr. Paul Achleitner
Meine erste, etwas zugespitzte Antwort lautet: Das Einzige, was künstliche Intelligenz schlagen wird, ist menschliche Dummheit. Irgendjemand wird mit KI garantiert etwas sehr Dummes anstellen. Aber grundsätzlich gilt: Wir müssen lernen, mit KI umzugehen. Ich habe in der Schule noch Kopfrechnen gelernt, weil es keine elektronischen Rechner gab. Als Taschenrechner aufkamen, wurden manche Fähigkeiten weniger wichtig. Trotzdem konnte ich eine Karriere im internationalen Finanzwesen machen, weil ich gelernt habe, mit neuen Werkzeugen umzugehen. KI nimmt Ihnen den Job nicht weg. Den Job nimmt Ihnen jemand weg, der KI besser nutzen kann als Sie.
Sabine Christiansen
Die Robotik wird allerdings in manchen Bereichen Arbeitsplätze ersetzen.
Prof. Dr. Paul Achleitner
Das stimmt. Aber wir klagen gleichzeitig über schrumpfende Bevölkerungen. Vielleicht ist das in einer Welt mit KI und Robotik sogar ein Vorteil. Länder mit stark wachsender Bevölkerung stehen vor der Herausforderung, ausreichend Arbeitsplätze schaffen zu müssen.
Sabine Christiansen
Viele Tätigkeiten möchte ohnehin kaum noch jemand übernehmen. Dort kann Robotik helfen. Gleichzeitig sehen wir im Finanzsektor bereits enorme Veränderungen. Banken setzen zunehmend auf KI-gestützte Beratungssysteme.
Prof. Dr. Paul Achleitner
Im gesamten Dienstleistungssektor wird es Produktivitätsgewinne geben. Systeme werden schneller, effizienter und besser vernetzt sein. Das wird auch die Servicequalität verbessern. Am Ende werden die Kunden entscheiden, ob sie lieber persönlich beraten werden oder lieber digitale KI-Lösungen nutzen.
Sabine Christiansen
Zum Abschluss noch einmal zu Ihrem Buch. Welche zentrale Lehre sollten Unternehmer und Investoren gerade jetzt verinnerlichen?
Prof. Dr. Paul Achleitner
Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Ignoriere den Lärm und konzentriere dich auf das, was du kontrollieren kannst. Gerade heute gibt es unendlich viele Informationen und Ablenkungen. Man kann sich darin verlieren und den Fokus verlieren. Entscheidend ist aber, sich auf den eigenen Handlungsspielraum zu konzentrieren und dort Verantwortung zu übernehmen.
Sabine Christiansen
Wir freuen uns sehr, dass Sie vom 28. bis zum 30. Mai bei uns bei NEU DENKEN in Palma sein werden und dort noch ausführlicher über Ihr Buch und Ihre Erfahrungen diskutieren. Vielen Dank für dieses Gespräch. Ich wünsche Ihnen bis dahin eine schöne Zeit und eine gute Reise nach Palma.
Prof. Dr. Paul Achleitner
Danke, ich freue mich schon darauf.
Autorin: Timothea Imionidou / Mitarbeit: ff
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