Skip to main content Skip to page footer

Boom der Family Offices: Unternehmerfamilien werden zu globalen Großinvestoren

Die Auswirkungen thematisieren wir mit "Fachseminare von Fürstenberg" bei unserem Mandelblüten-Event im Januar 2027.

05. August 2026
KI Illustration Bürosituation mit Geschäftsleuten an einem Konferenztisch

Family Offices entwickeln sich zu einem immer bedeutenderen Faktor auf den internationalen Finanz- und Beteiligungsmärkten. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass nicht nur die Zahl dieser Organisationen steigt. Auch die von ihnen verwalteten Vermögen und ihre Investitionen erreichen Größenordnungen, die bislang vor allem institutionellen Investoren vorbehalten waren, wie etwa das “Handelsblatt” in einer Analyse vom Juli feststellt: “Angetrieben von einem Rekordjahr für Börsengänge entsteht eine völlig neue Klasse von Superreichen mit immer mehr Einfluss."

Weiter starkes Wachstum erwartet

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte schätzt allein die Zahl der weltweit bestehenden Single Family Offices – also eigenständige Organisationen, die ausschließlich das Vermögen einer einzelnen Familie betreuen - für das Jahr 2024 auf rund 8.030. Fünf Jahre davor waren es noch etwa 6.130. Bis 2030 könnte die Zahl auf 10.720 steigen – gegenüber 2024 entspräche dies einem weiteren Wachstum von rund einem Drittel. Noch stärker wächst das verwaltete Vermögen. Nach Berechnungen von Deloitte beliefen sich die von Family Offices verwalteten Vermögenswerte 2024 auf rund 3,1 Billionen US-Dollar. Bis 2030 könnten sie um 73 Prozent auf 5,4 Billionen US-Dollar steigen.

Davon zu unterscheiden ist das gesamte Vermögen der Familien, die über ein Family Office verfügen. Deloitte bezifferte dieses Familienvermögen 2024 auf 5,5 Billionen US-Dollar. Für 2030 werden 9,5 Billionen US-Dollar erwartet. Im Jahr 2019 hatte das geschätzte Vermögen noch bei 3,3 Billionen US-Dollar gelegen.

Der Boom der Family Offices ist eng mit der Entwicklung von Familienunternehmen und Unternehmervermögen verbunden, wie aus der “Global Family Office Deals Study 2025" von PwC hervorgeht. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat dafür mehr als 20.000 Family Offices untersucht, wobei ein breiterer Family-Office-Begriff zugrunde gelegt wurde. Lediglich 14 Prozent der erfassten Family Offices entstanden infolge eines sogenannten Cash Events, etwa eines Unternehmensverkaufs. Bei den übrigen 86 Prozent ist das ursprüngliche Familienunternehmen weiterhin aktiv und dient als Quelle des Familienvermögens. Die größte Eigentümergruppe bilden mit einem Anteil von 31 Prozent Unternehmer, Familienunternehmer und industrielle Familiendynastien. Weitere 18 Prozent entfallen auf Investoren und Finanzunternehmer. Selfmade-Unternehmer einschließlich Technologieunternehmer sowie Hedgefondsmanager stehen für 14 Prozent, Erben bestehender Dynastien für zwölf Prozent.

Junge Strukturen

Ein großer Teil der Family-Office-Strukturen ist vergleichsweise jung. Nach der PwC-Analyse wurden 75 Prozent der weltweit untersuchten Family Offices seit 2001 gegründet. Die Hälfte entstand sogar erst seit 2012. Allein 2021 wurden weltweit mehr als 900 neue Family Offices errichtet. Im Jahr 2024 verlangsamte sich das Wachstum: Nach der PwC-Analyse entstanden in diesem Jahr 190 neue Family Offices.

Die mit Abstand größte Zahl an Family Offices befindet sich in den USA. PwC zählt dort 7.160 solcher Organisationen. Auf Platz zwei folgt Singapur mit 2.720 Family Offices. Deutschland liegt mit rund 1.300 Family Offices weltweit auf dem dritten Platz und damit vor Großbritannien und der Schweiz. Die Zahlen beruhen auf der PwC-Datenbank mit mehr als 20.000 Family Offices. Angaben zum verwalteten Vermögen lagen innerhalb dieser Datenbank für rund 6.300 Organisationen vor. 

Family Offices professionalisieren Familienvermögen

Family Offices investieren zunehmend unmittelbar in Unternehmen. Nach dem „Global Family Office Report 2025“ der US-Großbank Citi waren 70 Prozent der befragten Family Offices an direkten Investments beteiligt. Von diesen hatten 40 Prozent ihre Aktivität innerhalb des vorangegangenen Jahres erhöht oder deutlich erhöht. Demnach sind direkte Investments inzwischen für eine deutliche Mehrheit der befragten Family Offices relevant.

Die Untersuchungen zeigen, dass Family Offices ihre Investmentstrategien und -prozesse zunehmend professionalisieren. Direkte Unternehmensbeteiligungen gehören inzwischen zum festen Bestandteil vieler Anlagestrategien. Family Offices können zunehmend eine zentrale Verbindung zwischen dem operativen Familienunternehmen, dem Beteiligungsmanagement, der Kapitalanlage und der generationenübergreifenden Vermögensorganisation bilden.

Die Herausforderungen für Family Offices sind auch zentrales Thema bei unserem Mandelblüten-Event im Januar 2027 – hier finden Sie Infos zu Programm, Referenten und Anmeldung.

News Mandelblüte News Mandelblüte 2026 Internationale Gestaltung Weltwirtschaft Gestaltung

Alle Menschen sind klug.
Die einen vorher, die anderen nachher.

Die Kollegen freuen sich auf Ihre Beratungsanfrage.

Unsere Kompetenzzentren

Wissen | Networking

Beratungsanfrage

Vielen Dank für Ihr Interesse an unseren Dienstleistungen.
Ein Experte aus dem zuständigen Kompetenzzentrum wird Ihre Anfrage bearbeiten und sich bei Ihnen melden.

Bitte beachten Sie unsere Honorare
Datenschutzhinweise ansehen
* Pflichtfelder

Beratungsanfrage

Bitte beachten Sie unsere Honorare
* Pflichtfelder

Wir verwenden Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige sind notwendig, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern.