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Vorschau auf das 9. Wirtschaftsforum NEU DENKEN 2026: Orientierung in Zeiten der geopolitischen Abrissbirne

Vom 28. bis 30. Mai kommen im Castillo Hotel Son Vida wirtschaftliche und politische Entscheider zusammen – erneut in Kooperation mit der Münchner Sicherheitskonferenz. Eine Vorschau auf die Themen und Fragestellungen.

10. März 2026

Um den gegenwärtigen Zustand der Lage der Welt zu beschreiben, hat die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) dieses Jahres den Begriff der “Abrissbirnenpolitik” geprägt. Die Devise umfassender Zerstörung statt schrittweiser Reform und sorgfältiger Kurskorrekturen präge vielerorts den Umgang mit gewachsenen politischen Strukturen und handelspolitischen Gepflogenheiten. Mehr als 80 Jahre nach ihrer Begründung gerät die vor allem von den USA geprägte Nachkriegsordnung zunehmend unter Druck – während gleichzeitig neue geopolitische Konflikte die globalen Machtverhältnisse verschieben.

Die Lage in der Welt

Besonders deutlich wird das derzeit im Nahen Osten. Die Eskalation des Konflikts zwischen Israel und Iran und die daraus resultierenden Spannungen in der gesamten Region zeigen, wie schnell geopolitische Krisen globale wirtschaftliche Auswirkungen entfalten können – von Energiepreisen über Handelsrouten bis hin zu Investitionsentscheidungen internationaler Unternehmen. Selbst wirtschaftlich stabile Standorte am Persischen Golf wie die Vereinigten Arabischen Emirate müssen ihre Rolle in einer zunehmend fragmentierten Welt neu definieren.

Gleichzeitig verschärfen sich die wirtschaftspolitischen Konflikte zwischen den großen Machtblöcken. Die USA haben rechtlich umstrittene Zölle gegen zahlreiche Länder verhängt und einseitige Abkommen durchgesetzt. China setzt seine marktverzerrenden Praktiken fort und nutzt strategische Abhängigkeiten anderer Staaten gezielt für seine Interessen. Staaten und Wirtschaftsakteure, die trotz dieser Entwicklungen an einer regelbasierten internationalen Ordnung festhalten wollen, versuchen sich zunehmend unabhängig von Washington zu organisieren und neue Kooperationsformen zu entwickeln. Die EU steht vor der Herausforderung, vom Zuschauer der Entwicklungen zum handlungsfähigen Akteur zu werden.

Die Lage in Deutschland

Für deutsche Unternehmer stellen sich damit handfeste wirtschaftspolitische Fragen: Wo entstehen künftig noch stabile Investitionsstandorte? Wer investiert in deutsche Unternehmen? Wohin expandieren deutsche Firmen in einer Welt wachsender geopolitischer Risiken? Und nicht zuletzt: Kann dem Standort Deutschland trotz allem ein wirtschaftlicher Turnaround gelingen?

Wie schwierig verlässliche Antworten derzeit sind, zeigen auch die politischen Entwicklungen im Inland. Nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg am vergangenen Sonntag (8. März), bei der die CDU einen sicher geglaubten ersten Platz in ihrem einstigen Stammland an die Grünen verlor und die SPD ins Bodenlose stürzte, sind die Rahmenbedingungen für die schwarz-rote Koalition im Bund nicht einfacher geworden. Der Urnengang hat den Wahlreigen des Jahres 2026 eröffnet. Es folgen Rheinland-Pfalz (22. März) sowie im Herbst Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt – ein von populistischen Kräften mitbestimmter Dauerwahlkampf, der langfristige wirtschaftspolitische Reformen nicht einfacher macht.

Die Münchner Sicherheitskonferenz als Partner

Vor diesem Hintergrund zunehmender geopolitischer Spannungen, gesellschaftlicher Polarisierung und disruptiver technologischer Innovationen findet vom 28. bis 30. Mai unser 9. Wirtschaftsforum NEU DENKEN statt – erneut in Kooperation mit der Münchner Sicherheitskonferenz und ihrem Leiter Dr. Wolfgang Ischinger. Unter dem Titel “Wake-up in a new world order. Kann Europa Zukunft?” soll das Forum keine Talkshow des deutschen Fernsehens nachstellen, sondern konkrete Lösungen aufzeigen.

Wie reformfähig ist Deutschland in einer Zeit, in der breite politische Mehrheiten für grundlegende Veränderungen kaum erreichbar erscheinen? Welchen Weg muss Europa einschlagen, um trotz der Vielzahl nationaler Rüstungssysteme eine sicherheitspolitische Autonomie zu erreichen, die der hybriden Kriegsführung Russlands standhält? Und wie kann Unternehmen die radikale Transformation gelingen, die durch künstliche Intelligenz, technologische Disruption und neue globale Wettbewerber ausgelöst wird?

Zu diesen Fragen erwarten wir im Castillo Hotel Son Vida in Palma hochkarätige Referenten und Diskussionsteilnehmer - darunter Politikvertreter aus vorderster Reihe, Gäste aus Washington, Nahost, Indien, Venezuela, der Ukraine und natürlich aus Berlin sowie Vorreiter der wirtschaftlichen Transformation. Die Liste der Referentinnen und Referenten sowie das detaillierte, von den weiteren geopolitischen Entwicklungen geprägte Programm werden, wie bereits in den Vorjahren, im Vorfeld des Events veröffentlicht. 

Unsere Medienpartner

Bei den Interviews und Debatten wird Medienunternehmerin Sabine Christiansen, die das Wirtschaftsforum inhaltlich leitet, weitere Topvertreter der deutschen Medienbranche zur Seite haben: Michael Bröcker, Chefredakteur Table.Briefings, Horst von Buttlar, Chefredakteur der WirtschaftsWoche, sowie Ulrich Reitz, Chefkorrespondent Wirtschaft von RTL und ntv.

Das jährlich auf Mallorca stattfindende, mehrtägige Wirtschaftsforum NEU DENKEN hat das Ziel, neue Perspektiven und Ansätze zu fördern, die dazu beitragen, die Wirtschaft im Einklang mit den Anforderungen einer sich wandelnden Welt zu gestalten. Zu den Hauptthemen gehören Innovation und Technologie, Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein, soziale Verantwortung und Ethik sowie Globalisierung und internationale Zusammenarbeit.

Bei dem von der Journalistin Sabine Christiansen (TV 21) und Willi Plattes, CEO der PlattesGroup, initiierten Format steht zum einen der interdisziplinäre, ideologiefreie Austausch im Vordergrund, zum anderen sollen die verbindlichen Chatham House Rules für eine vertrauliche Atmosphäre sorgen: Referenten dürfen weder namentlich noch direkt zitiert werden. Unter dem Motto „NEU DENKEN – NEU HANDELN“ verfolgt das Forum das Ziel, dass die gewonnenen Erkenntnisse auch in die Tat umgesetzt werden.

Zu den Premium-Kooperationspartnern der diesjährigen Ausgabe gehören die Mercedes-Benz Group AG, die Privatbank LGT, der Industriekonzern Philip Morris International, der Tech-Player Sopra Steria, die globale Managementberatung Kearney, der Energieanbieter Aurivolt Energy, Bauprojektentwickler Domus Vivendi Group sowie das Bauprojektmanagementbüro Matrol. Mit ihrer Unterstützung tragen diese Partner dazu bei, den Austausch zwischen Wirtschaft, Politik und Investoren zu fördern und zentrale Zukunftsthemen aus unternehmerischer Perspektive zu diskutieren.

Weitere Infos und Anmeldung: NEU DENKEN 2026

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